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Website erstellen lassen: Ablauf, Festpreis und Zeitplan

Kurz & knapp

Eine professionell erstellte Website durchläuft fünf Etappen: Briefing, Konzept und Design, Inhalte, Entwicklung und Test, Go-live. Realistisch sind je nach Umfang 4 bis 16 Wochen; ein Onepager geht schneller als eine Unternehmensseite. Den Zeitplan bestimmen vor allem Ihre Inhalte und Freigaben. Ein Festpreis mit klaren Etappen-Terminen hält das Projekt planbar.

Wer eine Website erstellen lassen will, stellt meist zwei Fragen: Was kostet es, und wie lange dauert es? Die Preisfrage haben wir in einem eigenen Beitrag beantwortet. Hier geht es um die zweite, die in der Praxis wichtigere Frage. Denn ob ein Projekt sechs Wochen dauert oder sechs Monate, entscheidet sich selten an der Technik. Eine Göttinger Digitalagentur beziffert aus ihrer Projektpraxis, dass 60 bis 70 Prozent aller Verzögerungen in der Inhaltsphase entstehen: Texte und Bilder liegen nicht vor, und die Entwicklung wartet.

Die fünf Etappen von der Anfrage bis zum Go-live

Jede seriöse Agentur arbeitet in klar abgegrenzten Etappen, auch wenn die Namen variieren. Wichtiger als das Modell ist, dass jede Etappe ein greifbares Ergebnis hat, ein Zeitfenster und eine klare Antwort auf die Frage, wer liefert.

EtappeDauerErgebnisWas Sie liefern
1. Briefing und Analyse1 bis 2 WochenZiele, Zielgruppe, SeitenstrukturZiele, Beispiele, Budgetrahmen
2. Konzept und Design1 bis 3 WochenLayout und DesignfreigabeMarkenmaterial, gebündeltes Feedback
3. Inhalte (parallel)2 bis 3 WochenTexte und Bilder je SeiteRohtexte, Bilder, Logo als Vektordatei
4. Entwicklung und Test2 bis 5 WochenLauffähige Site auf TestumgebungFeedback aus der Vorschau
5. Go-live und Übergabe1 WocheLive-Schaltung, Einweisung, BetriebsplanDomain-Zugang, DNS-Freigabe

In Summe ergibt das für eine Unternehmensseite marktüblich 10 bis 16 Wochen, so auch die Erfahrungswerte der genannten Agentur. Gut organisierte Projekte sind deutlich schneller: Ein Onepager ist in 2 bis 4 Wochen live, eine kompakte Unternehmensseite in 6 bis 10 Wochen. Der Unterschied liegt fast nie im Fleiß der Entwickler, sondern darin, ob die Etappen parallel geplant sind und ob Freigaben an einem Tag fallen statt in drei Meetingrunden.

Warum Projekte kippen: fast immer sind es die Inhalte

Die Entwicklung wartet nicht auf Code, sie wartet auf Texte. Wer die Inhaltsetappe ernst nimmt, hat den Zeitplan schon halb gewonnen. Vier Maßnahmen haben sich bewährt:

  • Liefertermine pro Seite vereinbaren, bevor das Projekt startet, nicht erst wenn die Entwicklung steht. Pro Seite sind 300 bis 900 Wörter realistisch.
  • Vorlagen nutzen: eine gute Agentur stellt je Seite ein Text-Briefing und je Bildblock ein Bild-Briefing bereit. Sie füllen aus, die Agentur baut.
  • Eine Person entscheidet. Feedback wird gesammelt, priorisiert und in maximal zwei Runden pro Entwurf zurückgespielt. Fünf Meinungen pro Mockup kosten Wochen.
  • Bilder früh klären: eigene Fotos wirken stärker als Stockmaterial. Ein professionelles Shooting kostet 800 bis 2.500 Euro und liefert Material für Jahre.

Barrierefreiheit ist seit Juni 2025 Teil des Pflichtprogramms

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Für Websites und Onlineshops, die sich an Verbraucher richten, gibt es keine Übergangsfrist: Wer online Verträge, Termine oder Käufe anbietet, muss die Anforderungen erfüllen, orientiert am WCAG-Niveau AA. Ausgenommen sind bei Dienstleistungen nur Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz. Verstöße können mit Bußgeldern bis 100.000 Euro geahndet werden, und Fachanwälte erwarten seit 2025 die ersten Abmahnwellen.

Für den Ablauf heißt das: Kontraste, Tastaturbedienung, Formular-Beschriftungen und Alt-Texte gehören von Anfang an in Design und Entwicklung, und vor dem Go-live in den Testplan. Nachrüsten ist möglich, aber teurer als Mitplanen. Dies ist eine allgemeine Einordnung, keine Rechtsberatung; im Zweifel prüft ein Fachanwalt Ihren Einzelfall.

Was eine Verzögerung wirklich kostet

Rechnen Sie es einmal für Ihren Fall durch. Soll die neue Website zehn qualifizierte Anfragen pro Monat bringen, kosten acht Wochen Verzug rund zwanzig Anfragen, bevor der erste Euro in Werbung geflossen ist. Dazu kommen interne Stunden für neue Abstimmungsrunden und der Umstand, dass Agentur-Kapazität neu eingeplant werden muss, wenn ein Projekt aus seinem Zeitfenster fällt. Ein Festpreis nach einem sauberen Briefing nimmt dem Projekt zusätzlich das Stundenrisiko: Der Preis steht, bevor gebaut wird. Welche Preisspannen 2026 realistisch sind, haben wir in unserer Festpreis-Übersicht aufgeschlüsselt.

Die Checkliste vor dem Start

Diese fünf Punkte sollten geklärt sein, bevor Sie ein Angebot unterschreiben:

  • Liegt ein Phasenplan mit Wochenfenstern und einem Ergebnis pro Etappe vor?
  • Steht schriftlich fest, wer was bis wann liefert, auf beiden Seiten?
  • Gibt es eine Testumgebung mit Vorschau-Link, den Sie jederzeit öffnen können?
  • Sind Performance-Messung und ein Barrierefreiheits-Check vor dem Go-live Teil des Angebots?
  • Was passiert nach dem Go-live: Wer übernimmt Betrieb, Updates und mit welcher Reaktionszeit?

Wir arbeiten genau nach diesem Prinzip: feste Etappen, ein Festpreis nach dem Audit und Projekte, die in 30 bis 90 Tagen live gehen, von der Unternehmensseite bis zur Web-App. Wie wir Projekte aufsetzen, zeigen wir unter Web-, App- und SaaS-Entwicklung.

Ein Zeitplan hält nicht, weil alle schneller arbeiten, sondern weil vorher klar ist, wer was bis wann liefert.

Sie planen eine neue Website? Fordern Sie das kostenlose Audit an. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung von Umfang, Zeitplan und Festpreis, bevor Sie sich festlegen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?
Ein Onepager ist in 2 bis 4 Wochen live, eine Unternehmensseite in 6 bis 10 Wochen, größere Projekte mit Shop oder App-Funktionen brauchen 10 bis 16 Wochen. Der Engpass sind fast immer Inhalte und Freigaben auf Kundenseite, nicht die Entwicklung.
Welche Unterlagen muss ich als Kunde liefern?
Zu Beginn Ziele, Zielgruppe, drei Beispiel-Websites und einen ehrlichen Budgetrahmen. Im Verlauf dann Texte oder den Auftrag an einen Texter, Bilder oder ein Shooting, das Logo als Vektordatei sowie Zugänge zu Domain und Hosting.
Was ist der häufigste Grund für Verzögerungen?
Fehlende Inhalte. Nach Agentur-Erfahrungswerten entstehen 60 bis 70 Prozent aller Verzögerungen in der Inhaltsphase, weil Texte und Bilder nicht rechtzeitig vorliegen. Feste Liefertermine pro Seite und Text-Vorlagen beugen dem vor.
Gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz auch für meine Website?
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das BFSG für Websites und Shops mit Verbraucherkontakt, ohne Übergangsfrist. Kleinstunternehmen unter zehn Beschäftigten und bis zwei Millionen Euro Umsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Barrierefrei zu bauen lohnt sich unabhängig davon, auch für SEO.
Läuft ein Website-Projekt zum Festpreis?
Ja, wenn Seitenstruktur und Funktionsumfang vorher sauber definiert sind. Nach einem kostenlosen Audit nennen wir einen Festpreis pro Projekt; spätere Zusatzwünsche werden gesammelt und nach dem Go-live umgesetzt statt den Zeitplan zu sprengen.
Was kommt nach dem Go-live auf mich zu?
Der laufende Betrieb: Hosting und Domain kosten üblicherweise 20 bis 45 Euro im Monat, ein Wartungsvertrag mit Updates, Sicherung und kleinen Anpassungen je nach Umfang 80 bis 200 Euro im Monat.

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